Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Aktueller Vortrag

Dienstag, 23.05.2017

7.6.2017: Siegmar W. BRECKLE (Bielefeld, Deutschland): Flora und Vegetation Afghanistans, Hörsaal 32.01, Institut für Pflanzenwissenschaften, Bereich Syst. Botanik, Holteigasse 6, um 17:00 Uhr.

Afghanistan ist ein weitgehend trockenes Land im südlichen Zentralasien. Es beeindruckt durch die Vielfalt seiner Landschaften und Klimabereiche. Von den wüstenhaften Tiefländern im Norden, Westen und Süden, hin zu den hügeligen Halbwüsten und Steppen, dem Hochgebirge mit den Gletschern des Hindukusch, Wakhan und Pamir, aber auch mit laubwerfenden Baumfluren und Wäldern im sommertrockenen Gebirgsland sowie mit immergrünen Monsunwäldern und Nadelwäldern im Osten ergibt sich demzufolge eine große Vegetationsvielfalt. Fast 5000 Gefäßpflanzenarten, davon etwa ein Viertel endemische Arten, sind inzwischen bekannt. Sie kennzeichnen die reiche Flora und bauen diese vielfältige Vegetation auf, die pflanzengeographisch aus vielen Richtungen beeinflusst ist. Dazu kommt ein ausgedehnter Höhengradient. Manche Gruppen haben im irano-afghanischen Raum ihr Entfaltungszentrum. Hervorzuheben in dieser Hinsicht sind die verschiedenen Dornpolster- oder manche Geophyten-Gattungen, wie die Steppenkerzen (Eremurus). Auch die Vielfalt der Nutzpflanzen (Weinreben, Melonen, Maulbeere, Pistazien und Granatapfel etc.) ist für das Land bezeichnend, wie aber auch die völlige Überweidung und Übernutzung vieler Landstriche. Der Naturschutz ist noch völlig in den Anfängen. Afghanistan ist ein Land im Spannungsfeld der Naturräume, aber auch ein Land im Kreuzweg der Kulturen.

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.